Ziele & Handlungsprogramm

Der im März 2014 in Wuppertal gegründete Verein der Freunde und Förderer eines Internationalen Tanzzentrums Pina Bausch hat folgende Ziele.

1 Kulturstadt Wuppertal
Tanz als kultureller Markenkern

Es geht bei der kommunalen Kulturpolitik für Wuppertal um die weitere
Entwicklung der „Kulturstadt Wuppertal“: auf der Grundlage einer
Jahrzehnte langen Kulturtradition, reicher bürgerlicher Sammlung von
Werken bildender Kunst, einer langen Theatertradition in drei Sparten,
langjähriger Orchesterarbeit und Musikpflege, zudem breiter Förderung
einer lebendigen und kreativen Kulturszene. Theater, Tanz, Musik & Kunst
bildeten dabei eine kulturelle Einheit. Durch den weltweiten Erfolg des
Tanztheaters Pina Bausch ist Tanz ein kultureller Markenkern geworden,
der auf andere kulturelle Medien Einfluss hatte (bis zum Tanz außerhalb
des Tanztheaters). Die Idee eines internationalen Tanzzentrums nimmt
diese Erfahrungen auf, soll sich zur Stadtgesellschaft öffnen, Spitzenkultur
und Wurzelkultur miteinander verbinden, Oper und Sinfonieorchester
sowie modernes Schauspiel einbeziehen, neue Formen von Kultur
entwickeln, inklusive der Vielfalt der multikulturellen Szene.

2 Das Erbe von Pina Bausch pflegen

Die vierzigjährige Geschichte des Tanztheaters Wuppertal Pina Bausch
hat einen Bestand von rund vierzig Stücken geschaffen, die regelmäßig
wieder aufgenommen und neu einstudiert werden können.
Das Publikumsinteresse daran ist weltweit und auch örtlich und regional
ungebrochen. Durch die Arbeit der Pina Bausch-Stiftung sind die Stücke
sorgfältig und umfassend dokumentiert (in Texten, Filmen, Computer-
Dokumenten, Videoaufzeichnungen, Bühnenbildern) und können für
Wiederaufnahmen und Neueinstudierungen genutzt werden.
Dafür stehen im vorhandenen Ensemble personelle Kompetenzen
zur Verfügung. Darüber hinaus muss die Arbeit der Pina Bausch-Stiftung
in Wuppertal gesichert und gefördert werden.

3 Zukunft des Tanztheaters sichern

Die Stadt Wuppertal und das Land Nordrhein-Westfalen wollen die
Zukunft des Tanztheaters Wuppertals absichern, das Ensemble erhalten
und die Stücke von Pina Bausch aufführen, vor Ort und weltweit zeigen.
Die Nachfrage ist groß. Darüber hinaus soll das Tanztheater mit neuen
Choreografen neue Stücke inszenieren und auf der Grundlage der
bisherigen Arbeit neue Formen des modernen Tanzens entwickeln.

4 Schauspielhaus als gemeinsamer Ort.

Wuppertal hat den Wunsch, das bisherige Schauspielhaus in Elberfeld
für das „Internationale Tanzzentrum Pina Bausch“ zu nutzen.
Dazu hat Stefan Hilterhaus (haus.production Essen) im Auftrag der Stadt
ein erstes Konzept entwickelt, ergänzt durch einen Umbauentwurf des
Wuppertaler Gebäudemanagements, das der Konkretisierung und
Weiterentwicklung bedarf. Hier soll das Tanztheater seine Stücke proben
und aufführen. Auch die Pina Bausch-Stiftung mit ihrem umfangreichen
Archiv und Medienbestand soll hier Räumlichkeiten finden. Darüber
hinaus soll sich das Zentrum zur Stadtgesellschaft öffnen, neue Formen
der Kooperation und Veranstaltungsformen finden (in allen Sparten
des modernen Tanzes, des Theaters und der kreativen Kulturarbeit).

5 Handlungsprogramm der Initiative

  • Mitgliederwerbung
    Im Rahmen des Tanzfestes Pina40 wird im Opernhaus (und an anderen Orten) um Mitglieder des Vereins geworben (die Einzelmitgliedschaft kostet 10 €). Eine möglichst hohe Mitgliederzahl soll das Interesse vor allem der Wuppertaler und nordrhein-westfälischen Tanztheater-Freunde deutlich machen: Wuppertal bleibt auch in Zukunft die „Hauptstadt“ des modernen Tanztheaters und ein Ort vielseitiger Kulturarbeit
  • Öffentlichkeits- & Medienarbeit
    Durch Pressearbeit (Interviews), Plakate & Flyer soll auf die Arbeit des Vereins und die Zukunft des Tanztheaters aufmerksam gemacht werden. Zusätzlich sollen Firmen & Institutionen angeschrieben werden (auch für Firmenmitgliedschaften). Ein eigenes Internetportal wird die Arbeit unterstützen, regelmäßig erscheint ein Mitgliederbrief („Dance Letter“). Eine Postanschrift wird bei den Wuppertaler Bühnen eingerichtet, ein Vereinskonto bei der Stadtsparkasse Wuppertal (s.unten).
  • Berufung des Kuratoriums
    Das in der Vereinssatzung vorgesehene Kuratorium mit prominenten Tanztheater-Freunden soll berufen werden.
  • Konkretisierung des Konzepts
    Noch vor der Sommerpause 2014 soll das vorliegende Konzept Hilterhaus/ Flunkert diskutiert und konkretisiert werden, unter Beteiligung der Stadt, des Tanztheaters und der Bausch-Stiftung.
  • Sicherung des Schauspielhauses
    Es muss dafür Sorge getragen werden, dass das Schauspielhaus baulich gesichert (und unterhalten) wird.
  • Gespräche zur Realisierung
    Ergänzend zu den offiziellen Gesprächen der Stadt sollen Gespräche mit möglichen Förderern & Sponsoren geführt werden.
  • Informations- und Diskussionsveranstaltungen
    Spätestens ab Herbst 2014 wird die Initiative zu attraktiven Informations- & Diskussionsveranstaltungen einladen: mit Tanz- und Theaterfreunden, Tanzjournalisten, Mitgliedern des Ensembles, mit der Pina Bausch-Stiftung.